Kontinuierliche Infos aus der Ukraine gibt es bei wideawakefamily.com im Blog von Kim - direkt aus Zytomir

Sonntag, 27. November 2016

Planänderung

Es gibt wieder einmal Neuigkeiten zum Thema Ukraineeinsatz.

In Romaniv haben sich die Verhältnisse geändert. Es läuft gerade nicht so wie immer. Es gibt Streit zwischen Personen im Heim und Wideawake. Was da passiert ist, mag ich hier noch nicht in aller Öffentlichkeit erzählen.

Das ist nicht Team 1 - aber so ähnlich sollte laut Plan B Team 1 aussehen... *)

Wir überlegen gerade, den ganzen Einsatz nach hinten zu schieben, weil nicht sicher ist, ob es gut ist, im Moment noch mehr Unruhe in die Situation zu bringen.

Eine Zeit lang war ein Plan B im Gespräch. Die Idee war, Uwe und Anastasia (siehe nicht die Bilder oben) in einem nächsten Schritt nur zu zweit nach Shytomir zu schicken. Aber auch dieser Plan B ist im Moment wahrscheinlich nicht umsetzbar.

Aber egal, was dann tatsächlich als Plan C heraus kommt. Der Auftrag für das letztendlich losziehende Team bleibt der gleiche:
Stärkung und Unterstützung der Vision von Wideawakeinternational - und zwar durch Training und Begleitung der Mitarbeiter ...

Immer wieder bedeutet Begleitung auch, sich zurück zu nehmen und zu warten.  
Das kann schwerer sein, als tatsächlich etwas zu machen.

Gedicht am Sonntagmorgen (II)





Ich träume
von unserm Handeln
als Evangelium;

dass wir nur da sind
und lieben.




Samstag, 26. November 2016

Erkenntnis am Samstagmorgen (I)








Ziele sind wichtig udie Richtung klar zu haben, wenn es daran geht schwierige Entscheidungen zu treffen.
Clear objectives are important 
to get orientation
when it's time to make decisions.

Montag, 14. November 2016

Rundbrief No. 1 von Andreas

Heute ein NICHT selbst verfasster Beitrag.
Andreas hat einen eigenen Rundbrief geschrieben. Meine geliebte Frau hat gemeint, er fasst - noch besser als mir das bisher gelungen ist - supergut zusammen, was wir eigentlich vorhaben.

Deswegen (leicht gekürzt): 
(...) ich schreibe Euch mit der Bitte um Eure Unterstützung im Gebet und evtl. auch finanzieller Art.
Ich werde vom 8. bis 20.12.2016 zu einen Hilfseinsatz in die Ukraine nach Schytomyr reisen. Ca. 60km von dort entfernt in Romaniv gibt es ein staatliches Heim für behinderte Kinder (dort leben nur Jungs und 'Kinder' können in diesem Fall auch schon Erwachsene sein). Diese Jungs leben dort unter sehr schlimmen Verhältnissen, die für uns eigentlich unvorstellbar sind. (...)
Diesen Menschen, die von der dortigen Gesellschaft mehr als missachtet sind, ein zu Hause zu geben und sie darauf vorzubereiten in einem zu Hause zu leben, das ist die Vision von wide awake.
(...)

Wie kam es dazu, dass ich diesen Einsatz mache?

Eigentlich ganz einfach: Ein Kollege (Matthias) von mir (ehrenamtlich tätig bei humedica und hauptsächlich Pflegelehrer) war im Sommer im Rahmen eines Humedica-Einsatzes dort und hat wohl sein Herz ein wenig verloren, als er das Elend gesehen hat. Er hatte die Idee ein eigenes kleines Team zusammen zu stellen und über den Winter (der nächste Humedica Einsatz ist erst wieder im Sommer 17) dort hin zu schicken. Und er war der Meinung, dass ich gut in dieses Team passen würde. (...)
Bin ich immer noch. 

Was werde ich da tun?

Wenn ich das so genau wüsste :)…
Aktuell ist es so, dass wide awake an 6 Tagen die Woche mit insgesamt 30 jungen Menschen in diese Einrichtung fährt, um mit den Jungs zu arbeiten. Diese jungen Menschen (Volonteers) studieren teilweise in Schytomyr und fahren dann nach der Vorlesung dorthin und abends wieder heim. Sie leben selbst oft in Armut, haben aber auf dem Herzen diesen Jungs Zeit und Liebe zu schenken. Sie haben aber von Krankenpflege und Heilerziehungspflege und Pädagogik so gut wie keine Ahnung. Hier kommt unser Team ins Spiel: Wir wollen den Volontärs zur Seite sein, mit ihnen sprechen, reflektieren, Tipps und Wissen vermitteln. Dazu werden wir natürlich auch in das Heim mitgehen, die Jungs kennen lernen, Musik machen, usw.
(...)


Wer geht noch mit?

Matthias hat ein Team von vier Leuten zusammen gestellt. Dabei sind Uwe (Chef der Krankenpflegeschule), Walter (Pflegelehrer und Kinästhetiktrainer), Anastasia (Krankenschwester und für uns Übersetzerin und Brücke zu den Menschen-sie kommt aus der Ukraine) und eben ich.


Was könnt ihr tun?

An erster Stelle bitte ich Euch, für uns zu beten.
Spendenaufruf und Spendenkonto: Siehe der Post von letzte Woche :) 

Ich bin sehr gespannt, was ich dort erleben werde und gehe definitiv mit einer ordentlichen Portion Anspannung dort hin. Aber ich will mich ganz bewusst von Gott senden lassen und auf ihn vertrauen.
Falls ihr noch Fragen habt, dann gerne mailen und anrufen…

Viele Grüße und herzlichsten Dank für Eure Unterstützung

Andi
Andreas
So, ich hoffe, Andreas verzeiht mir meine Kürzungen und das Bild. Ich fand es einfach gut, die ganze Geschichte mal aus einer etwas anderen Perspektive zu lesen und könnte mir richtig gut vorstellen, dass das nicht das Letzte war, was ich von ihm hier veröffentliche.

Freitag, 11. November 2016

Ein Film ...

... für alle, die geduldig sind (eigentlich ist der Film zu lang: 15 Minuten) und ein Bisschen mit hinein genommen werden wollen, wie so ein Katastropheneinsatz laufen kann:



Humedica Einsatz nach Hurrican Matthew in Haiti, Oktober 2016
Die Bildqualität habe ich so lange (nach unten) angepasst, bis mir die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten ausreichend geschützt erschienen. - Ein guter Eindruck, was wir so machen, entsteht trotzdem.

Montag, 7. November 2016

Rundbrief No.3

Seit Juni bastele ich jetzt an der Idee, ein Team in die Ukraine zu schicken. Für mich war es ein großer Schritt, vom Humedicamitarbeiter zu jemandem zu werden, der etwas Eigenes macht. Ich habe mich mit Humedica (auch ihr Projekt mit Romaniv geht weiter) abgesprochen, Menschen gesucht, die mitmachen und im September hier in Entringen eine Infoveranstaltung (siehe Rundbrief 2) organisiert. 

Im Juni in der Ukraine (siehe Rundbrief 1) habe ich mir so sehr gewünscht, dass jemand weitermacht, was ich dort angefangen habe. Ich habe an ganz bestimmte Leute gedacht, die diese ganz besondere Arbeit in Romaniv tun könnten, bin zurück gekommen und hab sie gefragt. 

Sie haben alle 'ja' gesagt und lassen sich schicken. So gibt es jetzt ein Team und ich bin nicht mehr allein unterwegs mit meiner Idee. Dieses Team besteht aus Anastasia (Antipova - primär als Übersetzerin), Andreas (Dörfelt - primär als Heilerziehungspfleger), Uwe (Krämer - primär als Pflegelehrer) und Walter (Schwartz - primär als Anleiter/ Kinästhetiktrainer).

Morgen treffen wir uns noch einmal, um noch einmal alles Wichtige zu besprechen.


Ganz neu

a.) Seit heute gibt es ein Spendenkonto.
Sprich:
b.) Wir haben ein organisatorisches Dach gefunden, unter das wir uns mit unserem Projekt stellen dürfen. Dieses Dach und die damit auch verbundene Überwachung stellt uns meine Gemeinde: Die Evangelisch methodistische Kirche in Ammerbuch-Entringen.

Nicht ganz so neu ist (unsere Planung ist schon ein paar Wochen alt)
c.) Das Team (siehe oben) wird am 08. Dezember in die Ukraine (genauer: nach Shytomir)  fliegen.

Projektziel 

ist es, die 'Interns' (= Tanja, Maxim, Mira und auch Vica) und die 'Volunteers' (= 30 junge Leute aus der dortigen Jugendkirche, die ehrenamtlich im Behindertenheim in Romaniv arbeiten) zu begleiten. 
Diese jungen Leute sollen durch Austausch, Supervision und Schulung in ihrer Arbeit gestärkt werden. Damit soll vor allem auch die Vision von Wideawake  unterstützt werden. - Diese Vision ist, behinderte Kindern und Jugendlichen in der Ukraine zu 'deinstitutionalisieren'; diesen wertvollen Menschen Hoffnung, Liebe und etwas mehr Lebensqualität zu bringen: Ihnen ein Leben in Würde zu ermöglichen. (vgl. http://wideawakeinternational.org/ )

Ich bin dankbar und froh dass die EmK uns ihr Vertrauen und die Teilhabe an ihren Strukturen schenkt, damit wir einen klaren organisatorischen Rahmen und buchhalterische Sicherheit für dieses Projekt haben. Ich bin dankbar für das Team und ich freue mich über jede Rückmeldung, jede Nachfrage und natürlich auch jede Spende. 

Spendenkonto:

Volksbank Ammerbuch, IBAN: DE 94 6416 1397 0075 4850 01, BIC: GENODES1AMM, (Kontoinhaber: EMK Entringen)
Betreff (GANZ WICHTIG!!): Ukrainehilfe oder Ukraineprojekt

Wer etwas überweist und eine Spendenbescheinigung haben will (macht Sinn bei Spenden > 100 €, ansonsten reicht auch der Kontoauszug :), kann/ sollte mir eine Mail schreiben und mir seine aktuelle Postadresse schicken, dann kann ich dafür sorgen, dass er/sie eine Spendenbescheinigung bekommt, okay?

Freitag, 28. Oktober 2016

Ukraineeinsatz 2.0

Bei all dem (Haiti - siehe unten) geht die Planung für ein Schulungsteam für Romaniv weiter.

Es ist noch nicht ganz sicher. Aber höchstwahrscheinlich geht ein kleines Team von Mitarbeitern vom 8. bis 20. Dezember nach Zhytomir.

Es geht darum, die freiwilligen Mitarbeiter von 'Wideawake' stark zu machen. Es ist so wichtig was dort geschieht und so anstrengend:
Im Moment bekommen die Jungs in Romaniv an 6 Tagen in der Woche Besuch: Junge Menschen, die Musik, Licht, Freude und Menschenwürde an diesen Ort bringen.
Ich möchte, dass das weitergeht.

Dienstag, 25. Oktober 2016

Haiti

Haiti, 10.-24. Oktober 2016

Einmal mehr war ich 2 Wochen ganz akut unterwegs: Mit dem zweiten Team waren wir vor allem in Baradères eingesetzt. Gestern sind wir zurück gekommen.

Baradères ist eine kleine Stadt, die auch in normalen Zeiten sehr abgeschieden liegt und im Moment weitgehend von der Umwelt abgeschnitten ist.

Humedica unterstützt das dortige Krankenhaus, das seit vielen Jahren von einer kleinen Gruppe von Ordensschwestern am Leben erhalten wird. Es wurde überschwemmt und vieles ist zerstört.
Zu Besuch im 'Kloster' - wo sich Chikungunja, Zika, Malaria oder Dengue 'Gute Nacht' sagen
Dieses Haus in der Übergangszeit zu betreiben und mittelfristig wieder voll betriebsfähig zu machen ist nicht die einzige Hilfsmaßnahme, die im Moment angegangen wird um in Haiti zu helfen, aber die, bei der ich mithelfen durfte.
Es gab tatsächlich auch Kinder im 'Kloster' :)

Es war schön und wieder einmal eine Gelegenheit ganz arg viel zu lernen. In einer solchen Situation unbedingt weiter sehen zu wollen als nur den nächsten Schritt lässt einen die eigene Machtlosigkeit tatsächlich fühlen. Das Erleben in all dem Frieden zu haben ist ein enormes Geschenk.

vom Handydisplay meines Übersetzers abfotografier ...t

Die erste Einheimische, mit der ich mich auf Haiti  intensiv unterhalten konnte (normalerweise spricht man in Haiti ja französisch und da ist mit mir nur etwas Smalltalk möglich) hieß Kathrina.

Trina hat uns spät abends noch 'ihre Schule' gezeigt - und das Gelände, wo einmal ein Krankenhaus entstehen soll
Sie soll Managerin einer Krankenpflegeschule in der Nähe von Miragoan werden, die im Januar dort eröffnet wird und hat mir ihr Projekt vorgestellt.Und irgendwann hat sie mir erklärt, wie wichtig es ist - gerade bei großen Projekten - wirklich 'Step by step' vorzugehen :)



Mehr Bilder und Infos zum Einsatz gibt es einmal mehr auf der Website von Humedica.

Freitag, 7. Oktober 2016

Slavik

In Romaniv gibt es einen kleinen Jungen, der mir in der kurzen Zeit in der ich dort war, ganz besonders ans Herz gewachsen ist.
Slavik
Slavik ist total klug und total stark. Er weiß, was er will und kann das - wenn man ihn lässt - ganz genau mitteilen. Er kann Abstand einfordern und möchte manchmal auch in den Arm genommen werden; er gestaltet seine Beziehungen so - wenn man ihm das erlaubt - wie er es für richtig hält und ist gleichzeitig komplett ausgeliefert.

Slavik ist blind. Und ich meine, Slavik ist auch taub. Ob letzteres tatsächlich der Fall ist, darüber kann man trefflich streiten. Es gibt Menschen, die ihn schon jahrelang kennen, die meinen, er würde hören. Ich denke, Slavik ist einfach unglaublich sensibel und weiß auch ohne ein Gehör zu haben, was als nächstes passieren wird oder was von ihm erwartet wird...

Egal, eigentlich wollte ich etwas anderes erzählen.
Jed hat im Juni gemerkt, wie viel meiner Zeit ich mit Slavik verbringe und wie sehr ich ihn mag. Und Jed hat mir erzählt, er wäre zur Adoption frei gegeben...  ...und jetzt habe ich erfahren, dass es da eine Familie gibt, die angefangen hat, sich in den Kampf mit der Bürokratie zu stürzen.
Ein Facebookzitat von Jed (vgl.: https://www.facebook.com/HeartsWideAwake/):
GUESS WHO'S GONNA HAVE A FAMILY????????? 
Our sweet boy has been found!!!! Please pray for his brave family as they work through the mountains of documents and prepare to bring home their son. Pray for their hearts to be prepared and that God will lead and guide them every step along the journey. 
WAHOOOOOOOOO!!!!
Bisher kennt Slavik nur Romaniv. Er hat sich angepasst und abgefunden - und ist so voller Sehnsucht, die Welt zu entdecken und Neues zu lernen.- Ich freue mich.




Sonntag, 2. Oktober 2016

step by step

One day I will trust.
I will have learnt to let go.
Then I will walk without being in control or any knowledge of the great plan.
I will follow,
will not fear
will do step by step
and be thankful.

Mittwoch, 28. September 2016

Vladik 2

Vladik ist wieder weg. Sie sind weiter gezogen. Was bleibt sind schöne Erinnerungen und konkrete Pläne.
Beep beep.


Samstag, 17. September 2016

Vladik 1

Wir haben Besuch.
Jed und Vladik aus der Ukraine sind da.
Vladik ist 16. Bis letztes Jahr hat er in Romaniv gelebt. Seit September ist er Jeds Sohn.
Die ersten 14 Jahre eines Lebens hat er ein Wort gelernt. - In den letzten zwei  Jahren zwei Sprachen.

Jed mit Sohn :)

O.k., man versteht nicht wirklich alles, was er auf englisch erzählt.
Aber vieles.

Freitag, 2. September 2016

2. Rundbrief - Contis-Plage, Südfrankreich

Mitte Juni habe ich mich an einem Samstagabend hingesetzt und einen langen Brief geschrieben – die Versandliste ist dann nachts entstanden, nach einem Besuch im Biergarten, in einer von mehreren schlaflosen Nächten in der Ukraine…

Nach der Mail habe ich eine ganze Menge Rückmeldungen bekommen. Teilweise ganz konkrete Angebote, sich einzubringen oder in einem Fall sogar bares Geld: Eine Schülergruppe aus meiner Schule hatte sich – nachdem eine Kollegin den Brief mit in den Unterricht genommen hat – einfach vor die Klinik gestellt, Kuchen und selbst gebasteltes verkauft, informiert und gesammelt…

Wie es weitergeht

Ich wollte Euch jetzt wissen lassen, wie es weiterging bzw. weitergeht. Unser Humedica-Projekt hatte ja  den  Auftrag, die medizinische Versorgung für die Jungs in Romaniv zu verbessern. Jetzt war aber im Mai ‚Dr. Ludmilla‘ nach 8 (?) Jahren aus dem Ruhestand an ihren Arbeitsplatz im Heim zurückgekehrt. Ihr Auftrag ist die medizinische Versorgung der Kinder – ein ausländisches Ärzteteam war für sie keine Hilfe – im Gegenteil… v.a. deswegen sind wir als ‚Medical Team‘ in unserem Einsatz immer mal wieder gegen Wände gelaufen (...).

Das kleine ‚Nebenprojekt‘ mit den Postern am Bett 
(vgl. die Website von Humedica: https://www.humedica.org/berichte/2016/ukraine-kleine-gluecksmomente-schaffen/index_ger.html - dort gibt‘s auch ein paar Bilder) war hingegen ein Türöffner.

Für die Mitarbeiter vor Ort war es eine ganz besondere Erfahrung, dass da jemand von außerhalb kommt und sich ihren Kindern und Themen zuwendet, den Austausch sucht, Anregungen gibt, Hintergründe erläutert und Zusammenhänge herstellt …
  …1000 Fragen und unendlicher Gesprächsbedarf. – Wir hatten keine Antworten auf alles – bei weitem nicht. Aber der auf die Persönlichkeit der einzelnen Jungs zentrierte Austausch war total ermutigend.


Schulungen

Als die zweite Woche vorbei war hatten wir drei Schulungen gehabt.
  • Für die Volunteers (= die freiwilligen Helfer der Jugendkirche von Zhytomir) vor allem zum Thema Hygiene, Erste Hilfe, ‚Handling‘;
  • für die Nannys (= die staatlichen Angestellten im Heim, die noch nie in den ganzen Jahren auch nur ein Bisschen Ausbildung erfahren haben) v.a. das Thema ‚rückenschonendes Arbeiten‘ und
  • für die Interns (= die fest angestellten Mitarbeiter von Wide-awake: Maxim, Tanja, Mira und Vica) war der Austausch über das einzelne Kind das Wichtigste. – Warum kann Jaroslav nur manchmal laufen?  Kann Slavik tatsächlich gar nichts hören?  Warum schlägt sich Sascha die ganze Zeit? Warum verhungert Mischa?  
    Valera ist der Sonnenschein der Isolata – er spielt mit seinem  Teddybär; wie er das tut ist nicht erklärungsbedürftig


    Welche Rolle Fortbildung spielt, wie wichtig es bei einer Supervision ist, wenn jemand von außerhalb kommt, wie gut es tut, Erfahrungen zu teilen und festzustellen, dass man nicht der Einzige ist, der mit seiner Kraft an Grenzen kommt, wie hilfreich ein pädagogischer Austausch ist, um den ‚Patienten‘   zum ‚Individuum‘ werden zu lassen…   all das und noch mehr habe ich neu gelernt in diesen Tagen.

    Volunteers und Interns

     Ja, die jungen Leute, die dort Woche für Woche einen anstrengenden, anspruchsvollen  und wichtigen Dienst tun, haben einander, haben ihren Glauben und eine Kirche, die sie trägt, eine Organisation, die sie finanziert…   und sie würden von jemand profitieren, der sie schult. – Es geht so schnell, dass der Einzelne nicht mehr kann; ein Burnout ist so naheliegend.
    Wideawake: Mira, Jed, Maxim, Vicca und Tanja
    So habe ich, nachdem ich zurück gekommen bin, angefangen daran zu arbeiten, dass mein ‚Schulungsprojekt‘ weitergeht. Ich habe eine Reihe von geeigneten Freiwilligen gefunden (Leute, die ich mir dort gewünscht hätte, die singen könne, ein heilpädagogisches Verständnis [oder sogar eine Ausbildung in diesem Bereich] haben, schulen und anleiten können).

    Schrittweise

    Und: Jed kommt Ende September nach Deutschland. Wir werden zwei (Info)abende gemeinsam haben:
    Am 26. September um 19:30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Birkenfeld-Gräfenhausen 
    und am 27. September dann ein Abend  in Entringen (bei uns in der EmK)

    Sprich: Es geht tatsächlich weiter. Zumindest ein nächster Schritt ist klar. Auch deswegen dieser Brief: Als Einladung für die Infoabende. – Vielleicht sehen wir uns da ja? – Das wäre schön.