Kontinuierliche Infos aus der Ukraine gibt es bei wideawakefamily.com im Blog von Kim - direkt aus Zytomir

Samstag, 23. September 2017

"Guter Wein"

"Manchmal ist es mit den richtigen Worten wie mit gutem Wein – sie brauchen eine Zeit der Reife. Und so ist es vielleicht gut, dass unsere Ukrainereise nun schon 2 Monate zurückliegt und manches Nachdenken über die Erlebnisse zu einer Schärfung des Erlebten führen konnten. Wir starten nun den Versuch andere eben an diesen Erlebnissen teilhaben zu lassen."

"Als mich Matthias nach seiner Rückkehr aus Romaniv im letzten  Jahr gefragt hatte, ob ich mir vorstellen könne, im Dezember mit in die Ukraine zu gehen, hatte ich einfach spontan ja gesagt, ohne erst mal zu wissen was da auf mich zukommt.
Nun, mit einem halben Jahr Verspätung, ging es dann am 19. Juli endlich los. Am Montagmorgen kamen Uwe und Anastasiia bei uns vorbei und holten mich ab.
Das etwas mulmige Gefühl wegen meiner Flugangst vermochte Anastasiia, die neben mir saß (im Folgenden nur noch Nasti genannt), durch ihre Lebensgeschichte zu vertreiben. Und hier habe ich schon gemerkt, dass da was Besonderes auf mich zukommt."

... zwei Berichte, die ich jetzt (nachdem sie ausgereift sind) nicht mehr vor nächstem Mittwoch veröffentlichen will. - Ich will ja nicht die Neugierde befriedigen, sondern freu mich ganz arg, wenn Leute kommen!

Es hat sich echt eine Menge getan in letzter Zeit.

Und das ist ja das Verrückte: Wenn sich viel tut, kann man eher wenig erzählen; weil:

Man hat ja zu tun :)

Noch eine Fortsetzung des Berichts:

"In Kiev angekommen, hieß es erst einmal warten. Jed wollte uns gemeinsam mit unserer vierten Begleiterin Eva abholen. Aber irgendwie kam Jed nicht. Er hing mit wichtigen Personen aus dem Regierungsapparat in einem Meeting fest. Dabei hatte ich gedacht, wir wären die wichtigsten Personen, zumindest an diesem Tag.
Nach einigen Stunden kam Jed dann doch und holte uns gemeinsam mit Eva ab. Es war ein sehr herzlicher Empfang und wir freuten uns, Jed endlich wiederzusehen. Jetzt sollte noch eine mehrstündige Fahrt vom Flughafen zu unserer Wohnung folgen, unterbrochen von einem typisch ukrainischen Abendessen. Irgendwann nach Mitternacht kamen wir alle müde und erschlagen in Jeds alter Wohnung in Shytomir an.  Wie sich herausstellte, wohnten noch 2 Amerikanerinnen  mit in der Wohnung, die uns dann am anderen Morgen begrüßten.
An unserem ersten Morgen in der Ukraine holte uns Jed ab und wir trafen uns neben den Volunteers mit einer Gruppe junger Menschen der „Mission to Ukraine“ und einer weiteren Gruppe „Helping Hands“ aus den USA. Wir, „The Germans“ wurden sehr herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen  und begrüßt. Danach ging es über typisch ukrainische Straßen (deren beständiger Weckruf „Awake, awake“ Sorge dafür tragen, dass man nichts vom Weg und dem durcheilten Land verpasst) von Shytomir nach Romaniv. Da mein Ukrainisch mehr als ausbaufähig ist, wurde mir als Übersetzerin Dasha an die Seite gegeben, sie sollte mich die weitere Zeit begleiten.

In Romaniv angekommen sahen wir nun zum ersten Mal diese Einrichtung, von der uns Matthias immer erzählt hatte. In dieser Woche stand ein Outdoor-Camp für die Jungs auf dem Programm, das durch die Volunteers und die Gastgruppen gestaltet wurde. Für die Jungs war dies ganz sicherlich ein außerordentliches Ereignis mit einer Flut von Eindrücken und einem deutlichen Unterschied zum sonstigen Alltag."

Der Rest am Mittwoch!

Montag, 24. Juli 2017

Endlich weiß ich ein Bisschen mehr

... darüber, wie es war, was sie erlebt und was sie gemacht haben in Shytomir.

Wir haben es endlich geschafft uns mal zusammen zu setzen, zu erzählen, Bilder anzuschauen und auch zu planen.
Nachtreffen mit Borschtsch und Krautwickeln :)

Als ich danach mit dem Fahrrad heim gefahren bin, war ich total dankbar; dankbar und irgendwie erstaunt. Es war tatsächlich wohl ziemlich genau so, wie ich es mir gedacht bzw. erträumt habe. So, wie ich dachte, dass es weiter gehen muss.

Whow.





P.S.: Ein richtiger Bericht (der dann auch wieder mal den nächsten Rundbrief geben soll) ist in Auftrag gegeben.

Samstag, 1. Juli 2017

"June happened."

... ist der Blogeintrag von Jed (> Wideawakefamily) heute überschrieben.

Jed erzählt von einem Monat voller großer Veränderungen und besonderer Besuche. Einen kleinen Abschnitt seines Textes möchte ich hier zitieren und  ins deutsche übertragen.

June 26: The German team provided a training for our interns after observing their work over the past week. Their insight and wisdom, how they saw the boys and the work with fresh eyes was invaluable. They challenged us and pushed us in new ways.  A little pushing can hurt, but when done in love it can foster so much growth. We really so appreciated their hearts and hard work!

Dienstag, 27. Juni 2017

Samstag, 24. Juni 2017

Einsatz läuft ...

... schon seit Montag.

Ich bekomme täglich Bilder, Film- und Nachrichtenschnipsel. So ganz sicher bin ich nicht, was da läuft in Shytomir (das sollen sie selber erzählen, wenn sie zurück sind).

Aber:
Es scheint,

  • dass sie arbeiten, 
  • dass es ihnen gut geht und 
  • dass sie jetzt am Wochenende bis zum Hals in Vorbereitungen für die große Schulung nächste Woche stehen.


Ich freu mich, bin dankbar und wäre so gerne dabei.

Samstag, 15. April 2017

Fts. zu 'Es geht weiter'

Die Hinweise verdichten sich - auch wenn die Tickets noch nicht bestellt sind: Ja, im Juni werden Uwe, Walter und Ansatasia wohl nach Romaniv fahren.

Ich formuliere so vorsichtig, weil ich es selber fast nicht glauben kann. Shytomir ist so weit weg, der Juni letztes Jahr so lange her. Und auch wenn ich ziemlich regelmäßig die Postings von Jed auf Facebook lese und wir auch mal Kontakt haben scheint alles doch irgendwie unwirklich zu sein.

Der Einsatz in Haiti, ein voller Alltag, ein Urlaub in Israel: All das drängt sich in den Vordergrund, überdeckt. Aber so langsam kommt der Juni näher, die Pläne werden konkreter, die Kontakte wieder enger und es geschieht Neues:

Höchstwahrscheinlich wird Eva zum Team dazu stoßen. Sie ist Ärztin und hat sich bei Humedika für das Ukraineprojekt gemeldet. Wir haben beschlossen 'nur' ein Team zu schicken.

Ich freu mich.

Sonntag, 5. Februar 2017

Es geht weiter ...

... und zwar (hoffentlich) im Juni!

Das freut mich.
Und:
Es tut gut, etwas außerhalb des normalen Alltagsallerleis zu haben. Dass die Jungs aus Romaniv in meinem Leben vorkommen, dass die Volunteers immer mal wieder auftauchen, dass ich Jeds Familienleben und das Wachsen seines Projektes aus der Ferne mitverfolgen darf (vgl. https://wideawakefamily.com/ )- das tut gut.

Und es ist schön - wenn auch nur ein klein Bisschen - daran Teil zu haben
und dazu einzuladen.


Sonntag, 25. Dezember 2016

Anastasia ist wieder da

Wie geplant war Anastasia in der Ukraine.

Alles andere war nicht so wie geplant. Dort grassiert im Moment die Grippe. Das Heim in Romaniv steht unter Quarantäne und darf nicht betreten werden.

Trotzdem hat Anastasia in Shytomir einen Besuch gemacht und ganz arg viele liebe Menschen kennen gelernt. Sie ist zurück gekommen: Total erfüllt und strahlend.

Schön.

Sie macht ihre ganz eigene Öffentlichkeitsarbeit und berichtet auf Facebook:
... wobei ich bei diesem Screenshot Andrej (Андрей) weg geschnitten habe.

Андрэй (siehe unten :) ist immer noch in Kiew im Krankenhaus. Er wurde dort in den letzten Wochen von den Freiwilligen aus Shytomir betreut. Und weil - ganz zufällig - in dem Moment als Anastasia da war im 'Dienstplan' eine Lücke entstanden war, durfte sie doch noch mitarbeiten.

♫♬♬ ♩ ♪♩

Ich habe wirklich davon geträumt, dass das passiert. (Nicht von der schlimmen Krankheit von Andrej, die uns daran gehindert hat als großes Team zu gehen; nicht von der Grippeepidemie, die Anastasia daran gehindert hat, Romaniv zu besuchen...) Nein, ich habe einfach nur davon geträumt, dass es weiter geht, Kontakt lebendig bleibt oder neu entsteht und dadurch die Arbeit von Jed und seinem Team (wenn auch nur ein ganz klein Bisschen) gestärkt wird.

Ich bin dankbar, freu mich über alle Zufälle bis hierher und bin gespannt, was als nächstes passiert.

Wir (= Team 1, bzw. die Gruppe, die Team 1 sein sollte) werden uns jedenfalls treffen und über den nächsten Schritt beraten.

Samstag, 17. Dezember 2016

Ein Youtube-Video...

..auf das ich heute  gestoßen bin und das aus einer ganz anderen Perspektive (und auch in einer ganz anderen Sprache als deutsch) die Geschichte von Andrej erzählt.

Ich denke, es ist eine Nachrichtensendung im ukrainischen Fernsehen. Sie davon berichtet, was seit Mitte Oktober in Romaniv passiert ist.


Wenn ich Vikas Facebook-Posting dazu übersetzen lasse, klingt das so:
1) ein Kind muss sterben (C)Wenn wir über das böse denken, wie wir es sehen? Wenn wir von Gewalt im Internat hören, der Hunger des Todes von verwaiste Kindern, so wie wir die Schurken repräsentieren, die es in unserem Land ist?Journalisten haben einen seltenen Fall entdeckt, wenn antichelovecheskaya sowjetische Boarding in das menschliche Gesicht eines Ihrer, Systeme, Schrauben, übersetzt worden ist.Hier ist es pure böse, es tut mir leid für ein Oxymoron. In einem weißen Mantel, prisyagayushcheye Kampf für das Leben, und dann, die entscheidende - ob du lebst oder nicht. Das nächste mal, wenn du dich ein großes, hässlich und blutrünstige Schurken machst, denke daran, dass es ein einfaches systemische übel ist, das wir aus der Udssr geerbt haben.(2) " Gefällt mir Angaben wird die Welt rettenDie Freiwilligen Arbeiten seit drei Jahren in unserer Kirche-Boarding. Die Nacht vom 14-15 Oktober um 22:00 haben wir die Nachricht erhalten, dass ein Kind in der Internat eins, blau, schreien, sterben und niemand tut alles. Auf den unten 2 Fotos innerhalb von 24 Stunden, die von unseren Freiwilligen in der Nacht, den Tag vor ihr gemacht. Unsere Jungs sind in den Wagen gesprungen, kamen, rief die Schwester an, schrie auf einen Krankenwagen, den die Ärzte nicht ins Krankenhaus bringen wollten, dann gab es den Ruf des Präsidenten des Bürgerbeauftragten für Kinder, und dann nur alle gearing ......Auf der gleichen Nacht, und alle am nächsten Tag meine Facebook Pestril Records über dieses Baby. Kirchen, Organisationen und einzelne Gläubigen haben ständig Nachrichten erhalten, dass das Kind mit den Worten " beten ", " Gott Hilfe " usw. Stirbt. Und dort kann ich sehen, dass die andere Person das Gesicht des modernen ukrainischen Christentum ist. Unser mit dir amorfnostʹ und Feigheit, der blau Pazifismus, es mag, Sheyry und Gebete. Warum die Ukraine, ein solches passives Christentum? Was wird es ohne Fälle ändern? Wenn wir alle morgen verschwinden, spürt das Land tatsächlich den Unterschied? Oder unsere " Gefällt mir Angaben und die Worte " ich werde für dich beten " wird die Welt retten?
Und dann postet Vika da diese Bilder von Andrej, Bilder, die auch in dem Fernsehfilm gezeigt werden, Bilder, die Vika sich entschieden hat, jetzt zu teilen; weil sie will, dass sich etwas verändert.
2 Bilder, zwischen denen nur 24 h liegen...   ...einfach nur ein paar Antibiotika hätten das verhindern können - und  ein paar Antibiotika haben es auch wieder gut gemacht (vgl. der Post von heute morgen)
 Ja, ich bin stolz auf Jed, auf Vika, auf jeden Volunteer und auf Anastasia - und ich bin dankbar für Ansatasia, die Volunteers, Vika und Jed mit seiner ganzen Familie.

Möge Gott sie alle segnen.

Andrej

Ich hab Anastasia gestern nach einem Selfie gefragt - am Besten mit Andrej. 

Andrej, das ist der kleine Junge, der vor 3 Wochen fast gestorben wäre, jetzt noch im Krankenhaus liegt und im Moment eine private Babysitterin mit super guter Pflegeausbildung hat.

Ich hab meinen Selfie bekommen - Sogar doppelt:
Andrej mit Anastasia - oder umgekehrt :)


Mittwoch, 30. November 2016

Mein 1. Rundbrief, den ich vor mir her geschoben habe

.... weil es eine Weile gedauert hat, zu entscheiden, wie es weitergeht und ich immer nicht so recht wusste, wie ich sagen soll, was ich Euch jetzt schreiben werde ...
Wir haben weite Teile unseres geplanten Ukraineeinsatzes nach hinten geschoben. (...)

Der Hintergrund dieser Entscheidung ist die Situation in Romaniv.
noch ein Bild vom vergangenen Sommer ...

Was passiert ist:

Ein kleiner Junge war schwer erkrankt und das Team des Waisenhauses hatte beschlossen, dass es dran ist, ihn sterben zu lassen. Weil die Krankheit aber sehr plötzlich kam und auch mit viel Leid verbunden war, hat Jed eine Behandlung gegen den Willen des medizinischen Personals (im Heim und auch im Krankenhaus) mit Hilfe seiner Kontakte zur Regierung durchgesetzt. Diese Entscheidung hat viele (sowieso nicht im Überfluss vorhandene) Sympathien gekostet...

Für unseren Einsatz bedeutet das jetzt: Anastasia geht alleine. 
Team 1 - dieses Mal kein Avatar
Wie es dann weiter geht werden wir beraten, wenn Anastasia wieder da ist. (...)

Ich bin ...



Die Beziehung zwischen Wideawake  und dem Personal des Kinderheims wurde in den letzten zwei Wochen auf eine schwere Belastungsprobe gestellt. Sie ist auch jetzt noch nicht stabil. Wideawake kann arbeiten. Sie müssen aber sehr vorsichtig sein. Ein Team von außen passt in dieser 'zerbrechlichen' Situation nicht. Deswegen hat sich Jed gewünscht, dass wir unsern Einsatz verschieben.

Ein kleiner Junge war schwer erkrankt und das Team des Waisenhauses hatte beschlossen, dass es dran ist, ihn sterben zu lassen. Weil die Krankheit aber sehr plötzlich kam und auch mit viel Leid verbunden war, hat Jed eine Behandlung gegen den Willen des medizinischen Personals (...) durchgesetzt. Diese Entscheidung hat viele (sowieso nicht im Überfluss vorhandene) Sympathien gekostet...

Sie wird nicht auffallen und deswegen nicht stören. Sie kann nicht DAS machen, was das Team gekonnt hätte - aber sie kann viel machen.
... stolz auf das was Wideawake getan hat und tut. (Gerade auch in dieser Situation.) 
... glücklich über unser Team und um jeden Vorbereitungstreff - auch wenn es jetzt anders wird: Schon bis hierher war es richtig gut. 
... froh, dass wir (wegen Passschwierigkeiten) noch keine Flugtickets kaufen konnten und deswegen kein (Spenden)geld verloren haben. *)
... platt, wieviel Geld wir ganz schnell zusammen bekommen haben: Es hätte für das große Team gereicht! 
... (auf geheimnisvolle Weise) ruhig mit der jetzt getroffenen Entscheidung. (Obwohl es gerade ganz anders läuft als lange geplant fühlt es sich für mich richtig an.) 
... dankbar für jede Rückmeldung und Unterstützung. Die bisherige und auch die kommende - gerade jetzt, wo es nicht einfach so glatt läuft. (Jed meinte dazu: "Willkommen in meiner Welt ...) 
... Gott ganz arg dankbar, dass es weitergeht und gespannt wie genau es weitergeht.


*) Das Spendenkonto gibt's noch:
Volksbank Ammerbuch, IBAN: DE 94 6416 1397 0075 4850 01, BIC: GENODES1AMM, (Kontoinhaber: EMK Entringen) Betreff (GANZ WICHTIG!!): Ukrainehilfe oder Ukraineprojekt